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Austauschaktivitäten für SchülerInnen: Wie wirken sie sich auf die Lernenden aus?

Podiumsdiskussion des Instituts für Mehrsprachigkeit. HEP|PH FR (Freiburg, 27.09.2021)

Participant-e-s / Teilnehmende: Ronny Gröner (CO Pérolles) | Myriam Cuche (ECGF) | Olivier Tschopp (Movetia) | Ariane Legler & Darryl Ackermann (Swilingua) | Modération : Raphael Berthele (IdP)

Austauschaktivitäten sind eine Möglichkeit, Nachteile des ‘normalen’ Fremdsprachenunterrichts auszugleichen. So sehen das zumindest viele Akteur*innen, die sich an den Fremdsprachendebatten beteiligen. ‘Natürlichkeit’ und höhere Intensität der Sprachverwendung, Begegnung mit Menschen statt mit Lehrmitteln und Übungen im Klassenzimmer, wird argumentiert, sollten motivierend wirken und bessere, nachhaltigere Effekte auf das Lernen der Fremdsprachen haben. Der Bund (via die Stiftung Movetia), aber auch andere Instanzen, versuchen, die Austauschaktivitäten finanziell und administrativ zu fördern. An diesem runden Tisch diskutieren die Teilnehmenden, welche Erfahrungen bisher mit Austauschaktivitäten gemacht wurden, wo verschiedene Akteur*innen Probleme und Potenziale ausmachen und was man aus Sicht der Forschung dazu sagen kann.

Podiumsdiskussion des Instituts für Mehrsprachigkeit. HEP|PH FR (Freiburg, 27.09.2021) Participant-e-s / Teilnehmende: Ronny Gröner (CO Pérolles) | Myriam Cuche (ECGF) | Olivier Tschopp (Movetia) | Ariane Legler & Darryl Ackermann (Swilingua) | Modération...

Wie den GER in der Schule einsetzen? Oder etwa nicht…

Mit Patrick Blum (Gym. Neufeld & PHBE) | Ruth Keller-Bolliger (PHZH) | Rosanna Margonis-Pasinetti (HEPVD) | Thomas Studer (UniFR) | Moderation: Peter Lenz (IfM)

Seit den nuller Jahren beobachten wir, dass Personen ihre Sprachkenntnisse mittels Buchstaben und Zahlen angeben: A1, A2, B1… Experten haben sich diesen Jargon des GER angeeignet, um die objektivsten Methoden zur Bewertung von Sprachkenntnissen zu diskutieren; Schulen hingegen habe oft Schwierigkeiten, Verfahren wie das Europäische Sprachenportfolio in ihre Lehrpläne zu integrieren. In einigen Fällen sind die Konzepte und Instrumente des GER integraler Bestandteil des Lernprozesses. In anderen werden sie eher als administrative Belastung oder sympathischer, aber nicht wirklich wichtiger interkultureller Lückenfüller empfunden. Anlässlich dieser Veranstaltung diskutieren die Referentinnen und Referenten den Stellenwert des GER im aktuellen Kontext der Schule, sein Potenzial, seine Grenzen sowie seine Auswüchse bei der Leistungsbewertung.

Mit Patrick Blum (Gym. Neufeld & PHBE) | Ruth Keller-Bolliger (PHZH) | Rosanna Margonis-Pasinetti (HEPVD) | Thomas Studer (UniFR) | Moderation: Peter Lenz (IfM) Seit den nuller Jahren beobachten wir, dass Personen ihre Sprachkenntnisse mittels Buchstaben und...

Brauchen wir dreisprachige Lehrpersonen?

Brauchen wir dreisprachige Lehrpersonen? Die beruflichen und sprachlichen Fähigkeiten von Lehrerinnen und Lehrern in der obligatorischen Schule

Zweisprachige Podiumsdiskussion zum Fremdsprachenunterricht (F-D) des Instituts für Mehrsprachigkeit. Videokonferenz (30.11.2020)

avec/mit: Delphine Etienne-Tomasini (HEP|PH FR), Laura Loder-Büchel (PHZH), Lukas Bleichenbacher (PHSG). Moderation: Christiane Ammann (PHBE)

Ganz gleich, ob sie eine L2 oder eine L3 auf der Primar- oder der Sekundarstufe I unterrichten, Lehrpersonen werden in der öffentlichen Diskussion schnell einmal kritisiert: Reichen ihre Kompetenzen aus, um die jeweilige Sprache zu unterrichten? Verfügen sie über die sprachlichen und beruflichen Ressourcen, um Englisch, Deutsch oder Französisch zu unterrichten? Sollte von Primarlehrpersonen verlangt werden, dass sie die gleichen Kompetenzen mitbringen wie Lehrpersonen auf Stufe Sek I? Anlässlich dieser Veranstaltung diskutieren die Referentinnen und Referenten über die fachliche und sprachliche Ausbildung von Lehrpersonen in der Schweiz.

Brauchen wir dreisprachige Lehrpersonen? Die beruflichen und sprachlichen Fähigkeiten von Lehrerinnen und Lehrern in der obligatorischen Schule Zweisprachige Podiumsdiskussion zum Fremdsprachenunterricht (F-D) des Instituts für Mehrsprachigkeit. Videokonferenz...

Werden die neuen Technologien das Sprachenlernen revolutionieren?

Zweisprachige Podiumsdiskussion zum Fremdsprachenunterricht (F-D) des Instituts für Mehrsprachigkeit. Aula de la HEP|FR, Freiburg (28.09.2020)

Smartphones, Tablets und Computer sind heute in den meisten Schweizer Haushalten gang und gäbe. Einst wurden sie verteufelt; nun gibt es immer mehr Überlegungen, wie sie pädagogisch sinnvoll im Klassenzimmer eingesetzt werden können: Wie kann das Konzept des BYOD (bring your own device) in das Erlernen von Fremdsprachen integriert werden? Sind diese Geräte bloss Quellen der Ablenkung oder erleichtern sie das Lernen? Ist das Erlernen ihrer Verwendung eine zusätzliche Herausforderung für die Literalitätsproblematik? Wird der Erwerb von Kommunikationsfähigkeiten neu konzipiert werden müssen, weil sich diese Technologien weiterentwickeln? Werden Lernende dank dieser Hilfsmittel tatsächlich autonomer? Vor dem Hintergrund der jüngsten didaktischen Umwälzungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus haben die Referentinnen und Referenten über Stellenwert und Rolle der neuen Technologien im Sprachunterricht diskutiert.

Link zum Video von 10vor10 (es ist ein Thema der Diskussion)

TeilnehmerInnen:

Brigitte Reber (Lehrperson & PHBE) | Lionel Alvarez (HEP|PH FR) | Vincenzo Todisco (PHGR) | Philippe Froidevaux (Fritic) | Modération: Philippe Humbert (CeDiLE)


Nächste Podiumsdiskussion:

„Raus“ le suisse-allemand! Welcher (Pausen-)Platz für das Schweizerdeutsche?

Silvia Naudin (enseignante & DIP Genève) | Walter Rützler (PHZH) | Ingo Thonhauser (HEPVD) | Modération: Raphael Berthele (IdP)

09.11.2020, 17h15-18h45. Aula de la HEP|PH FR, Fribourg/Freiburg (Lageplan und Programm)

Zweisprachige Podiumsdiskussion zum Fremdsprachenunterricht (F-D) des Instituts für Mehrsprachigkeit. Aula de la HEP|FR, Freiburg (28.09.2020) Smartphones, Tablets und Computer sind heute in den meisten Schweizer Haushalten gang und gäbe. Einst wurden sie verteufelt;...

A History of Language Teaching in China


A History of Language Teaching in China
Conference presented on 2 March 2020 in Fribourg/Freiburg (Cycle de conférences | Ringvorlesung)

Talk given by Andy Kirkpatrick (Griffith University, Brisbane)
Discussant: Claudia Berger (University of Geneva) and the audience

—[Kommentar von Angela Lustenberger, MA Studentin im Mehrsprachigkeitsdidaktik @Uni Fribourg]—

Fremdsprachenunterricht in China: Mit Englisch in eine erfolgreiche Zukunft?

Englisch gewinnt in China zunehmend an Bedeutung, was sich auch im Bildungssystem wiederspiegelt. Der Englischunterricht boomt. Doch wie ist es dazu gekommen, dass China vermehrt auf die Sprache der «running dogs of imperialism» setzt?

Englisch habe lange als die Sprache des Westens, der China technologisch und militärisch überlegen war, gegolten, meinte der australische Professor Andy Kirkpatrick, anlässlich der Ringveranstaltung an der Universität Fribourg. Um mit dem Westen mitzuhalten, habe China ein Bildungssystem nach dessen Vorbild eingeführt. Dazu gehörte auch eine Sprachreform, und der Fremdsprachenunterricht habe an Bedeutung gewonnen, wobei vor allem die englische Sprache in den Fokus rückte.

Englisch bedeutet Macht

Englisch wurde wichtig, weil es die Sprache der Handelspartner, der Intellektuellen, der technischen Experten, des Tourismus und der Pop-Kultur war. Obwohl die Förderung des Englischen als Bedrohung für die nationale Integrität wahrgenommen wurde, war die Hoffnung dennoch gross, dass China dank dem Englisch, seine Position in der Weltordnung stärken kann. (Adamson 2002: 231).

Englisch wurde also nicht aus sentimentalen Gründen unterrichtet, sondern aus funktionellen, weil man durch Englisch etwas erreichen konnte. Ausserdem nutzten Führer, wie Mao Tse-dung die englische Sprache, um ihre politischen Ideologien zu verbreiten und dem Westen zu zeigen, wie grossartig das Leben unter Chairman Mao sei. Anhand des Inhaltsverzeichnisses eines Lehrbuches aus dem Jahr 1974 zeigte Andy Kirkpatrick auf, worum es in den Englischlektionen ging. So lauteten die Titel der Lektionen beispielsweise: “We Wish Chairman Mao a Long, Long Life”, “Good Fighters of Chairman Mao”, oder “Learn from the Working Class”.

Are you English?

Interessant war in diesem Zusammenhang ausserdem die Anekdote, die Kirkpatrick erzählte. Hat er doch eine Zeit lang in China gelebt, auch zu Maos Zeiten. In China hätten die Menschen gerne mit ihm Englisch geübt. So habe er eines Tages etwa plötzlich ein Geräusch hinter sich gehört und ein gut gekleideter Mann fragte ihn, als er sich umdrehte: “Are you English? I want to learn about the navy.” “Which navy?” fragte Kirkpatrick. Es stellte sich heraus, dass dieser Mann sich für die Elisabethanische Marine interessierte. Dabei ging der junge Mann jedoch ein grosses Risiko ein. Leute wurden überwacht und manchmal verhaftet, wenn sie dabei erwischt wurden, wie sie mit Ausländern Englisch sprachen.

Nach Maos Tod machte man sich hingegen nicht mehr verdächtig, wenn man Englisch sprach. Somit steigt seit 1982 die Nachfrage nach Englischunterricht (Adamson 2002: 232).
Englisch wird heutzutage in allen chinesischen Schulen ab der dritten Primarklasse unterrichtet. Eltern, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder in englischsprachige Kindergärten oder heuern Privatlehrer an. Englisch ist zudem, neben Chinesisch und Mathematik, eines der drei Kernfächer für die Aufnahmeprüfungen in Sekundarschulen oder Universitäten. Mittlerweile wurde auch in über 1000 Universitäten in China Englisch als Unterrichtssprache eingeführt.

Englisch- ein zweischneidiges Schwert

Doch was bedeutet die Popularität des Englischen für das Chinesisch oder andere Sprachen? Gibt es heute noch Bestrebungen, chinesische Ideologien durch den Fremdsprachenunterricht zu verbreiten? Es könnte auch ganz anders kommen. So werden zahlreiche Chinesen von «Westlern» unterrichtet, die zuweilen nicht nur Englisch sondern beispielsweise auch christliche Werte vermitteln mit dem Ziel, das Christentum zu verbreiten. Zunehmende Englischkenntnisse ermöglichen es vielen chinesischen Studierenden ausserdem, Universitäten im Westen zu besuchen. Durch das Leben im Gastland werden sie mitunter auch mit westlichen Werten , wie Meinungs- und Informationsfreiheit oder Minderheitenschutz konfrontiert. Dies könnte dazu führen, dass die chinesischen Studierenden ihre eigene Regierung und deren Ideologien verstärkt hinterfragen.

Literaturverzeichnis

Adamson, R.A. (2002). Barbarian as a foreign language: English in China’s schools. World Englishes, 21(2), 231-243.
 A History of Language Teaching in China Conference presented on 2 March 2020 in Fribourg/Freiburg (Cycle de conférences | Ringvorlesung) Talk given by Andy Kirkpatrick (Griffith University, Brisbane) Discussant: Claudia Berger (University of Geneva) and the audience...

Langue savante ou langue vulgaire? L’enseignement du français en Angleterre au Moyen Âge


Langue savante ou langue vulgaire? L’association de deux stratégies didactiques dans l’enseignement du français en Angleterre à la fin du Moyen Âge

Conférence donnée à Fribourg le 17.02.2020 dans le cadre du Cycle de conférences

Conférencière: Christel Nissille (Uni Neuchâtel)
Discutante: Anita Thomas (Uni Fribourg) & le public

 

 

Photo by Patrick Reichboth on Unsplash

Langue savante ou langue vulgaire? L’association de deux stratégies didactiques dans l’enseignement du français en Angleterre à la fin du Moyen Âge Conférence donnée à Fribourg le 17.02.2020 dans le cadre du Cycle de conférences Conférencière: Christel Nissille...